Integriertes Marketing – Der Schlüssel für langfristigen Erfolg

Integriertes Marketing

Auch, wenn du dich im Marketing noch nicht ganz zuhause fühlst, wirst du wissen, dass es verschiedene Kanäle gibt, um potenzielle Kunden anzusprechen: SEO, SEA, Social Media, E-Mails etc. – die Liste ist lang.

Der Schlüssel, alle diese Kanäle unter einen Hut zu bekommen, nennt sich integriertes Marketing. Es beschreibt die Verknüpfung und Verzahnung aller zur Verfügung stehenden Kanäle, um den Kunden so allumfassend und vor allem einheitlich wie möglich anzusprechen.

Daten aus Versuchen zeigen, dass dieser Ansatz in der Regel deutlich erfolgsversprechender ist, als jeden Kanal einzeln ohne gemeinsame Linie zu justieren. Die Abstimmung ist jedoch nicht immer einfach. Ich möchte dir hierfür im Folgenden ein paar Impulse geben.

Integriertes Marketing – Definition & Vorteile

Integriertes Marketing ist definiert als Ausrichtung aller Marketingaktivitäten auf die Bedürfnisse des Kunden mit besonderem Fokus auf die Einheitlichkeit der Message sowie der Verknüpfung zwischen den genutzten Kanälen.

Einfach gesagt geht es darum, dafür zu sorgen, dass alle Marketing-Aktivitäten aufeinander abgestimmt sind und die Bedürfnisse des Kunden in den Fokus rücken.

Die Abstimmung betrifft sowohl inhaltliche als auch gestalterische Elemente. Kernbotschaften sollten über alle Kanäle hinweg gleich verbreitet werden – das betrifft auch den genauen Wortlaut. Außerdem sollte das genutzte Design bzw. die CI (Corporate Identity) „aus einem Guss“ wirken. Also: Egal, über welchen Kanal ein Nutzer mit dem Unternehmen Kontakt aufnimmt, sollte er den Eindruck gewinnen, dass dieses „mit einer Sprache spricht“.

Integriertes Marketing vermittelt somit dem Kunden das Bild eines gut abgestimmten Unternehmens. Da die Botschaften über alle Kanäle hinweg gleich verlautbart werden, erhalten diese noch mehr Nachdruck und Wiedererkennungswert. Zudem wirkt das Unternehmen durch seine konzertierten Aktionen oftmals „größer“, als es eigentlich ist.

Die Zentrierung auf den Kunden soll außerdem dem Nutzer eine bessere Kundenerfahrung (UX = User Experience) bieten. Es sollte beispielsweise bedacht werden, dass einem Nutzer über einen Kanal gleichzeitig auch alternative Kanäle geboten werden, über die er weiter Kontakt mit dem Unternehmen herstellen kann – und zwar so, wie er/sie es am liebsten möchte.

Hierbei ist ein gutes Zielgruppenverständnis von zentraler Wichtigkeit, da es entscheidend darauf ankommt, die „Persona“ des „gemeinen Kunden“, aber auch dessen Bedürfnisse und Wünsche zu verstehen.

Ein Beispiel für integriertes Marketing

Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen, das Kleidung verkauft. Das Unternehmen hat junge Leute und Studenten als Hauptzielgruppe. Es möchte als agil, frisch, modern und technikaffin wahrgenommen werden.

Das Unternehmen spricht seine Kunden hauptsächlich über Social Media und Videos an, betreibt eine Website mit Blog für SEO und bezahlte Ads-Kampagnen sowohl auf Google als auch in bestimmten Social-Media-Plattformen.

Das integrierte Marketingkonzept des Unternehmens sieht vor, in jedem Kanal des Unternehmens einen eigenen Mehrwert für den User zu generieren und diese gegenseitig zu verlinken. In den sozialen Medien werden deshalb nicht nur Bilder der Kollektionen und der Sonderaktionen des Shops geteilt, sondern auch der Firmen-eigene Blog, in dem SEO-optimierte Beiträge nach Keyword-Recherche zu Trends und Bekleidungsarten erscheinen. Außerdem gibt es Videos, die auf YouTube veröffentlicht werden und in die Blogbeiträge eingebunden sowie bei Social Media angeteasert werden.

Das CI und die Ansprache der Kunden ist auf allen Kanälen gleich, es wird die gleiche Anrede genutzt und die Kernmarkenbotschaften werden im gleichen Wortlaut formuliert. Viele Design-Elemente sind Plattform-übergreifend zu finden – das gilt auch für Desktop vs. Smartphone.

Fast alle Aktivitäten werden im Voraus zentral geplant und über einen Redaktionsplan organisiert. Es gibt Meetings der Redakteure für die einzelnen Kanäle, um die Themen abzustimmen. Regelmäßig werden Themenwochen bzw. -monate festgelegt, in denen konzertiert über alle Kanäle hinweg Posts zu einem Thema abgesetzt werden, die sich alle gegenseitig ergänzen und aufeinander verweisen.

Die Wahl der Kanäle, Themen, Ansprachen und Design-Elemente basiert auf dem Kundenverständnis, das regelmäßig durch Umfragen und Untersuchungen überprüft wird.

Das ist ein relativ allgemein gehaltenes Beispiel, verdeutlicht aber, worum es im Grundsatz geht.

Tipps & Impulse, um das Marketingkonzept besser abzustimmen

Damit integriertes Marketing gelingt, ist eine zentrale Steuerung und Führung unerlässlich. Funktionieren die einzelnen Marketingkanäle in „Silos“, ist es fast unmöglich, die Aktivitäten vernünftig zu bündeln. Integriertes Marketing beginnt also in der Unternehmensstruktur und auch -kultur.

Hier einige Tipps, falls du integriertes Marketing für dein Unternehmen nutzen möchtest:

  • Beginne so früh wie möglich damit, deine Marketing-Aktivitäten zentral zu organisieren und zu bündeln. Je mehr Mitarbeiter dein Unternehmen hat und je zerfaserter es bislang lief, desto schwieriger wird es, den Prozess zu verändern.
  • Kundenverständnis steht an erster Stelle. Überlege dir sehr genau, welche Kanäle du bespielen möchtest und wie du es deiner Zielgruppe so einfach wie möglich machst, mit dir in Kontakt zu kommen.
  • Lasse Expertise aller beteiligten Stakeholder mit einfließen.
  • Werde nicht nachlässig, die Message so einheitlich wie möglich zu halten. Macht jeder Kanal das, was er will, wirkt dein Marketing fragmentiert und schlecht organisiert.
  • Falls dir das Thema zu komplex ist, hole dir Hilfe! Ein Online Marketing Consulting mit besonderem Blick für integriertes Marketing kann deine Unternehmensaussichten mittel- bis langfristig deutlich verbessern.
  • Möchtest du es selbst probieren, habe ich einen detaillierten Leitfaden für den Start ins Online Marketing für dich geschrieben.

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