In 5 Schritten zur perfekten Überschriften-Struktur

SEO & Überschriften-Struktur

Wie schaffst du es, einen Artikel zu schreiben, der Leser und Suchmaschine gleichermaßen begeistert? Die definitive Antwort auf diese Frage ist der heilige Gral des SEO. Wir wissen zumindest eines: Ohne gute Überschriften geht es nicht!

Überschriften gliedern deinen Text in sinnvolle Abschnitte – und die machen es sowohl für den Menschen als auch für die Maschine einfacher, eine Website zu verstehen.

Ich erkläre dir im Folgenden, worauf du bei deiner Überschriftenstruktur achten solltest, um maximale Effekte für dein SEO zu erzielen.

Eine kurze technische Einführung

Wenn ich in diesem Artikel von „Überschriften“ spreche, meine ich damit solche, die im HTML-Quellcode explizit als Überschriften markiert sind, also das Markup <h1>, <h2>, <h3>, … usw. enthalten.

Das ist wichtig: Damit eine Suchmaschine eine Überschrift als solche interpretiert, sollte sie unbedingt das passende Markup haben. Es ist unabhängig vom Styling, also der optischen Aufmachung. Wenn du dir unsicher bist, wie es auf deiner Seite funktioniert, schaue im Zweifelsfall in den Quellcode oder benutze die Dev-Tools deines Browsers.

In der Regel formatieren CMS wie WordPress Überschriften automatisch, wenn du sie im Editor auswählst, also beispielsweise „Überschrift 1“ oder „Überschrift 2“. Das gilt übrigens auch für Word-Dokumente. Dort wird das Markup sogar übertragen, wenn du es beispielsweise aus einem Textdokument direkt in den Editor von WordPress kopierst.

Die Zahlen in <h1>, <h2>, etc. stehen für die Hierarchieebenen. Die H1-Überschrift sollte also die Hauptüberschrift der Page sein, unter die sich die anderen Überschriften hierarchisch gliedern.

SEO & Überschriften – Hintergrund

Überschriften sind schon seit geraumer Zeit ein großes Thema in der Suchmaschinenoptimierung. Sie werden gerne genutzt, um Keywords in den Vordergrund zu rücken, da – so zumindest die Vorstellung – Google den Überschriften einen „größeren Wert“ zuordnet, wenn die Suchmaschine die Relevanz für ein bestimmtes Thema berechnet.

Starre Regeln sind out

Für lange Zeit galten bei Überschriften im SEO starren Regeln. Einige davon erkennst du vielleicht aus anderen Quellen wieder:

  • Nur eine H1-Überschrift pro Seite
  • Keine zwei Überschriften hintereinander ohne Text dazwischen
  • Strenge hierarchische Gliederung (bspw. darf auf eine H2-Überschrift nur eine H3-Überschrift oder eine weitere H2-Überschrift folgen)
  • Mindestens zwei Überschriften pro Hierarchie-Ebene hintereinander (Beispiel: H2, H3, H3, H2 und nicht H2, H3, H2)

Diese Regeln gelten auch immer noch weitgehend als „Best Practice“. Aber: Google hat deutlich gemacht, dass es für die Suchmaschine bei Weitem nicht mehr so wichtig ist, wie es vielleicht einmal war.

Du musst dir also keine Sorgen machen, nur weil du eine der „Regeln“ nicht komplett dem Wortlaut entsprechend folgst. Dass ich die Regeln überhaupt noch erwähne, liegt daran, dass sie Übersichtlichkeit stiften.

Der wahre Wert von Überschriften ist (fast immer) für den User

Das führt mich zum nächsten wichtigen Punkt: Der wahre Grund für die Wichtigkeit von Überschriften liegt darin, dass sie für den menschlichen Leser immens hilfreich sind. Ein User möchte sich schließlich zunächst vergewissern, dass er/sie auf der aktuellen Website auch die Informationen erhält, die er/sie gesucht hat.

Mit guten Zwischenüberschriften ist es möglich, einen Text in sehr kurzer Zeit zu überfliegen und in seinen Grundzügen zu verstehen. Es geht also vorrangig weniger darum, Google beim Verständnis zu helfen, sondern dem User. Und dieser „Service“ wird dann auch sekundär von der Suchmaschine honoriert (hoffentlich).

Frage dich also, wie du deine Page übersichtlich und verständlich gliedern kannst. Das sollte das Hauptkriterium beim Erstellen von Überschriften sein …

…mit einer Ausnahme: der H1-Überschrift. Diese ist auch weiterhin ein wichtiger Ranking-Faktor und wird mittlerweile sogar teilweise für die Generierung des Meta-Titles (der Überschrift auf den Suchergebnisseiten) genutzt.

SEO-Texten mit Überschriften Struktur geben – ein Leitfaden

Falls du noch nicht sehr erfahren beim Texten bist, möchte ich dir einige grundlegende Hilfestellungen beim Erstellen von Überschriften an die Hand geben:

Schritt 1: Überlege dir eine knackige H1-Überschrift, die dein Haupt-Keyword enthält

Die Hauptüberschrift ist das identifizierende Merkmal deiner Page. Aus ihr muss auf einen Blick ersichtlich werden, um was es geht. Gleichzeitig sollte sie einen spannenden Anreiz zum Weiterlesen geben und dein Haupt-Keyword enthalten.

Falls du dich jetzt fragst, was zum Teufel ein „Haupt-Keyword“ ist, empfehle ich dir meinen Artikel zu Keyword-Recherche.

Die H1-Überschrift gilt weiterhin als wichtiger SEO-Faktor, daher lohnt es sich hier im Zweifel etwas mehr Zeit zu investieren.

Beispiel: „In 5 Schritten zur perfekten Überschriften-Struktur“ 😉

Schritt 2: Gliedere deinen Text (beim Schreiben) in Sinnabschnitte

Ein guter Text ist aufgeteilt in mehrere Abschnitte, die jeweils einen eigenen Subaspekt des Themas behandeln. Bestenfalls machst du dir schon beim Schreiben dazu Gedanken. Ich fange beispielsweise damit an, mir zuerst die Zwischenüberschriften zu überlegen, bevor ich auch nur ein einziges Wort zum Inhalt schreibe.

Es hilft mir dabei, einen roten Faden zu entwickeln. Ein guter Text erzählt eine Geschichte. Überlege dir, welche wichtigen Aspekte beim Thema deiner Page eine Rolle spielen und gib ihnen einen deskriptiven Namen. Den endgültigen Überschriftentext kannst du hinterher immer noch verbessern.

Die Überschriften dieser Sinnabschnitte werden im fertigen Text deine H2-Überschriften.

Beispiel: Auf deiner Page geht es um Kaffeevollautomaten. Ein Konzept für eine Gliederung wäre beispielsweise:

  • H1-Überschrift mit Introtext
    • H2 (Das Wichtigste in Kürze)
    • H2 (Verschiedene Gerätetypen im Überblick)
      • H3 (Gerätetyp 1)
      • H3 (Gerätetyp 2)
    • H2 (Bewertungskriterien)
      • H3 (Bewertungskriterium 1)
      • H3 (Bewertungskriterium 2)
    • H2 (Fazit)

Und so weiter.

Schritt 3: Arbeite dich die Hierarchie-Ebenen hinunter

Analog zu Schritt 2 kannst du dir nun überlegen, ob und wie du deinen Text innerhalb der Sinnabschnitte weiter einteilen kannst. Du kannst einen Sinnabschnitt dabei wie einen eigenen Text behandeln. Profitiert er von weiteren Unterteilungen? Würden diese den Text übersichtlicher machen?

Falls deine Antwort „nein“ ist, gehst du zum nächsten Sinnabschnitt. Falls sie „ja“ ist, machst du dasselbe wie in Schritt 2: Den Sinnabschnitt in Unter-Sinnabschnitte einteilen und deskriptive Überschriften für sie erstellen. Unterhalb einer H2-Überschrift wären das dann H3-Überschriften.

Diesen Schritt wiederholst du nun für jede Hierarchie-Ebene. Ergibt es Sinn, den Abschnitt unterhalb einer H3-Überschrift weiter zu unterteilen? Dann erhältst du H4-Überschriften und so weiter.

Beachte: Entscheidend für die Einteilung ist die Übersicht. Es ist kein Wettbewerb, so viele Überschriften und Hierarchie-Ebenen wie möglich zu erstellen. Manche Texte funktionieren wunderbar nur mit H2-Überschriften (und einer H1 natürlich). Andere funktionieren am besten mit mehreren Hierarchie-Ebenen.

Das einzuschätzen, wird dir mit der Zeit und mit steigender Erfahrung immer leichter fallen.

Schritt 4: Passe das Wording an

Hast du erst einmal deinen Text möglichst übersichtlich in Sinnabschnitte geteilt und diesen provisorische Überschriften verpasst, kannst du diese abschließend vom Wording her optimieren.

Hier sollte SEO nicht im Vordergrund stehen. Klar, ein Keyword hier und da schadet nicht und kann sogar Vorteile bringen, aber es ist weniger wichtig, als du vielleicht denkst! Im Gegenteil wirkt Keyword-Stuffing für Leser und Suchmaschine eher abschreckend. Also lieber etwas zu wenig als zu viel. Google ist sehr gut darin geworden, den Sinn eines Textes auch ohne Keyword-Stuffing zu verstehen.

Finde stattdessen interessante Beschreibungen, die Neugier bei menschlichen Lesern wecken. Ich weiß: leichter gesagt als getan. Aber hier kommen eben Expertise und Erfahrung ins Spiel. Das kommt mit dem Ausprobieren von ganz alleine.

Schritt 5: Liegenlassen und wiederkommen

Ich habe mir eine goldene Regel für Texte gesetzt: Ich lasse sie immer mindestens einen Tag lang liegen und setze mich erst am nächsten daran, um sie zu korrigieren. Damit minimierst du das Risiko für „Textblindheit“. Außerdem hat dein Gehirn so die Chance, unterbewusst Inhalte zu verarbeiten. Du wirst feststellen, dass du am nächsten Tag gewisse Dinge anders einordnen wirst.

Am Ende hast du (hoffentlich) einen tollen Text vor dir, der Mensch und Suchmaschine gleichermaßen begeistern wird. Glückwunsch! 😉

Wenn du dir professionelle Hilfe beim Texten suchst oder SEO-Texte kaufen möchtest, kannst du dich natürlich auch gerne direkt an mich wenden.

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